Darf ich in der Schwangerschaft Thunfisch und Meeresfrüchte essen?

Darf ich in der Schwangerschaft Thunfisch und Meeresfrüchte essen?

Thunfisch zählt – neben Fischarten wie z.B. Schwertfisch, Hecht, Aal oder Seeteufel – zu den langlebigen Raubfischen. Raubfische stehen am Ende der Nahrungskette und können daher möglicherweise stärker mit Methylquecksilber belastet sein, welches die embryonale und kindliche Entwicklung schädigen kann. Nach den Empfehlungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) sollten Sie in der Schwangerschaft und in der Stillzeit daher auf Thunfisch und andere langlebige Raubfischarten verzichten.

Meeresfrüchte (z.B. Muscheln) sollten Sie vor dem Zubereiten gründlich säubern und in der Schwangerschaft nur vollständig durchgegart verzehren. Meiden Sie in der Schwangerschaft daher rohe Meeresfrüchte (z.B. Austern) und erhitzen Sie vorgegarte Meeresfrüchte (z.B. Garnelen, Flusskrebse) sicherheitshalber vor dem Verzehr noch einmal.

In der Schwangerschaft werden zwei Portionen Fisch pro Woche empfohlen, davon eine Portion fettreicher Seefisch. Vor allem Fischsorten wie Seelachs, Hering, Lachs, Makrele oder Sardine können Sie bedenkenlos genießen. Fettreicher Meeresfisch wie z.B. Lachs liefert viel Jod und hochwertige Omega-3-Fettsäuren, die zur Entwicklung Ihres Babys beitragen können. Zum Schutz vor Lebensmittelinfektionen sollten Sie auf rohen Fisch (z.B. in Sushi) und gebeizten oder geräucherten Fisch (z.B. Räucherlachs) in der Schwangerschaft verzichten.

Weitere Informationen zum Thema Fisch in der Schwangerschaft finden Sie in der App „Schwanger & Essen“. Jetzt kostenlos für iOS und Android downloaden.