Pilates in der Schwangerschaft

Pilates in der Schwangerschaft

Sport und Bewegung während der Schwangerschaft sind ausgesprochen wichtig und wohltuend für die werdende Mutter und ihr Kind. In den vergangenen Monaten berichteten wir bereits über Yoga in der Schwangerschaft sowie Schwangerschaftsgymnastik. Pilates ist ebenfalls eine Trainingsform, die sich besonders gut für Schwangere eignet.

 

Pilates vs. Yoga

Yoga und Pilates erleben derzeit einen regelrechten Boom. Es gibt kaum ein Fitnessstudio, das keinen Yoga- und Pilateskurs anbietet. Ebenso schießen Pilateskurse für Schwangere wie Pilze aus dem Boden. Beide Sportarten ähneln sich sehr stark. Aber was genau ist der Unterschied zwischen Pilates und Yoga?

Hinter Pilates, entwickelt durch Joseph H. Pilates, steht der Grundgedanke, die Muskulatur zu stärken und die Haltung zu verbessern. Über die bewusste Bewegungsdurchführung während der einzelnen Übungen werden vor allem der Beckenboden, der untere Rücken sowie die Bauchmuskulatur trainiert.

Yoga dagegen hat seinen Ursprung in der spirituellen Lehre Indiens. Zwar sollen moderne Yogaübungen ebenfalls die Muskeln kräftigen. Das ursprüngliche Ziel ist es allerdings und vor allem, Körper, Geist und Seele in ein inneres Gleichgewicht zu bringen.

 

Pilates für Schwangere

Am sichersten betreiben Sie Pilates – genauso wie Yoga – unter der Anleitung eines professionell ausgebildeten Trainers. Noch besser ist es sogar, wenn dieser sich auch mit den Bedürfnissen von Schwangeren auskennt und auf diese eingehen kann. Darüber hinaus ist es sinnvoll, bereits vor der Schwangerschaft Erfahrungen mit Pilatesübungen gesammelt zu haben. Man kann aber auch mit der Schwangerschaft erst damit beginnen. Holen Sie zuvor auf jeden Fall den Rat Ihres Gynäkologen/Ihrer Gynäkologin ein.

Pilates bringt viele Vorteile mit sich. Es stärkt Ihre Bauch- und Rückenmuskeln. Das erleichtert es Ihrem Körper mit dem steigenden Gewicht Ihres Babys umzugehen. Rückenschmerzen werden reduziert bzw. vermieden. Pilates kann bei regelmäßigem Durchführen sogar die Beckenbodengymnastik ersetzen. Die sportliche Aktivität hilft, Ihr Gewicht zu kontrollieren und zu halten. Gleichzeitig trägt Pilates dank der richtigen Atemtechnik zu einer bewussteren Körperwahrnehmung und Entspannung bei, die sich positiv auf Schwangerschaft und Geburt auswirken.

Achten Sie beim Pilates darauf – vor allem ab Ende des 2. Schwangerschaftsdrittels – Übungen in der Rückenlage zu vermeiden. Kind und Gebärmutter können mit ihrem Gewicht auf die große Bauchvene drücken, wodurch der Blutkreislauf nicht mehr ungehindert fließen kann. Auch das Training der geraden Bauchmuskulatur durch Crunches oder Sit-ups sollten Sie ab der 20. Schwangerschaftswoche unterlassen, denn hierbei wird der Unterleib zusammengepresst und die Bauchdecke verkürzt. Übungen für die seitlichen bzw. schrägen Bauchmuskeln können Sie dagegen problemlos durchführen.

Vermeiden Sie grundsätzlich Überhitzung und Überanstrengung. Wenden Sie z. B. den „Talk-Test“ an: Sie können sich während der Beanspruchung normal unterhalten? Dann machen Sie bedenkenlos weiter. Sollte eine Unterhaltung jedoch nicht mehr möglich sein, passen Sie das Tempo und die Intensität der Übungen an. Trinken Sie ausreichend Wasser und wählen Sie lockere und bequeme Kleidung. Legen Sie außerdem regelmäßige und ausgedehnte Pausen in Ihrem Trainingsplan ein.

Sprechen Sie sich bei gesundheitlichen Problemen und vor Aufnahme einer sportlichen Betätigung immer mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme ab. Diese können am besten abschätzen, welche Sportarten für Sie am geeignetsten sind.

 

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